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Die kürzlich begonnene Initiative aus Nordrhein-Westfalen zur Bekämpfung von Rassismus, Gewalt und Diskriminierung bei Arbeitskräften im Gesundheitssektor erhält zunehmend mehr Zuspruch. Nun sind auch die gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligt geworden.

Die wichtigsten Akteure aus dem Bereich der Gesundheitsversorgung sowie das jeweils zuständige Ministerium im Land haben angegeben, dass sie gemeinsam "ein klares Signal gegen Hass, Hetze und Gewalt gegenüber den Hilfskräften in Krisenzeiten" aussenden wollen. Wie die Düsseldorfer Staatskanzlei bekannt gab, soll dies verdeutlichen, wie groß die soziale Bedeutung der Tätigkeit dieser Personen ist – unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer Hautfarbe.

Nicht weggucken

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem erbringen täglich und rund um die Uhr einen essenziellen Beitrag zum Wohlergehen unserer Gesellschaft“, betonte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). „Beleidigungen, Drohungen oder sogar Angriffe auf unsere Helfer in Krisensituationen duldet uns nicht.“ Es sei an der Gesellschaft klar zu kommunizieren, dass man diese Situation nicht einfach hinunterschaut, sondern den Beschäftigten im Gesundheitsbereich uneingeschränkt ihre Unterstützung zusichert.

Vertreten wurden ebenfalls die Interessen der Krankenkassen und ihrer Verbände in Nordrhein-Westfalen durch Dirk Ruiss, der Leiter der Landesvertretung: „Jeder Patient sowie jedes Fachmann und jede Fachfrau im Bereich des Gesundheitswesens hat Anspruch auf eine gerechte, ehrenhafte und gleichberechtigteBehandlung – ungeachtet der Abstammung, Hautfarbe, Gender, Sprache, Religionszugehörigkeit oder sozialer Stellung.“

Umfrage läuft

Im letzten Monat von Juni 2024 hat das Landesgesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen eine Untersuchung zum Phänomen von Rassismus und Antisemitismus unter den Arbeitnehmern der Gesundheitsbranche in NRW initiiert. Diese Studie schließt auch Aspekte zur Gewalt ein. Zurzeit findet eine Online-Umfrage statt, welche für alle Mitarbeiter aus diesem Bereich gedacht ist. Man geht davon aus, dass die abschließenden Ergebnisse Anfang des Sommers 2026 vorliegen werden.

© dpa-infocom, dpa:250416-930-443979/1

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